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Neuhausen will in die NLA

NLB Herren Saison 20182019Nachwuchsspieler des TTC Neuhausen wirbeln die NLB-Ligen auf

Nach sechsjähriger Absenz wollen die Männer des TTC Neuhausen wieder in die NLA zurückkehren – mit zahlreichen Eigengewächsen.

 

Text: Pascal Oesch / Fotos: Ranil Jayanetti (TTCN)

 

Seit sich die Männer des TTC Neuhausen aus der NLA verabschiedet haben, sind bald sechs Jahre vergangen. Der letzte Grosserfolg datiert von 2009 – ein Cupsieg, bei dem Spieler wie Jian Li und der damals erst 16-jährige Schweizer Vizemeister Marco Graber zusammen mit Spielertrainer Pedro Pelz im Kader figurierten. Doch im laufenden Championat will es der TTC Neuhausen wieder wissen: Er ist in der zweithöchsten Liga mit doppelter Stärke präsent – und peilt die Rückkehr in die Beletage an. Das heisst, dass derzeit zwei Neuhauser Teams in der NLB spielen. „Der Zusammenhalt in der Gruppe macht die Jungs ungemein stark. Sie haben Spass zusammen und pushen sich gegenseitig“, sagt Pedro Pelz. Der 48-jährige Deutsche amtet seit 2006 als Trainer von Neuhausens Männer und seit 2007 als Kadertrainer bei Swiss Table Tennis (STT).

 

Pelz hat in dieser Zeit einiges erlebt. Sein Ziel? Der Aufstieg. Und das soll jene Mannschaft bewerkstelligen, die im Ostschweizer Tableau der Liga spielt. Alimentiert wurde diese mit Maxim Chaplygin, einem russischen Abwehrspieler. Er lebt und trainiert gemeinsam mit Trainersohn Pekka Pelz (TTC Bietigheim) sowie dem Schweizer Nationalspieler Lars Posch (TTC Wädenswil) im deutschen Saarbrücken. Der Russe figuriert seit 2011 im Nationalteam. Chaplygin ist die nominelle Nummer eins – mit beeindruckendem Werdegang: In den letzten sechs Jahren absolvierte der aktuelle russische U21-Einzelmeister Turniere in Polen, Tschechien, Slowenien, Schweden oder China. Ihm zur Seite steht Mate Bruckner, ein 19-jähriger, ehemaliger ungarischer Juniorennationalspieler. Komplettiert wird das Kader durch Elias Hardmeier (16 Jahre alt), der sich seit drei Jahren beim TTC Neuhausen kontinuierlich weiterentwickelt hat. Er ist eines von vielen Versprechen für die Zukunft. Die anderen stehen nach dem NLC-Aufstieg bei der zweiten Neuhauser Equipe an der Platte.

 

Diese spielt in der Westschweizer Gruppe der NLB und besteht aus Mauro Schärrer (15), Matti Pelz (17) und Lakith Jayanetti (17). Pedro Pelz selbst amtet als „Ausputzer“ und springt ein, wenn es notwendig ist. „Mir ist wichtig, junge Spieler zu trainieren, die ich weiterentwickeln und aufbauen kann“, erklärt der ehemalige deutsche Bundesligatrainer, der Ende der Neunziger Jahre die TSG Heilbronn coachte. Die jungen Hoffnungsträger trainieren seit mehreren Jahren zusammen – mehr oder weniger täglich. Unter anderem an den STT-Stützpunkten, die Pelz mitaufgebaut hat. „Ergänzend dazu sind natürlich auch die Einzeltrainings sehr wichtig. Dort wird viel im Detail gearbeitet und an der Technik gefeilt wird“, sagt Pelz. Im Neuhauser Ensemble hat es einige Titelhalter: Im Jahr 2018 holte sich Elias Hardmeier als Aussenseiter den U18-Schweizer-Meistertitel. Mauro Schärrer tat es ihm bei der U15-Konkurrenz als Favorit gleich. Der damals noch in der Trainingsgruppe installierte Pekka Pelz wurde zeitgleich U18-Landesmeister in Baden-Württemberg – und das mit einem Sieg gegen den aktuellen Weltranglistenelften Kay Stumper. Hardmeier und Schärrer sind mittlerweile Mitglied im A-Kader von STT. Beide sind auch international anzutreffen, etwa im Februar und März bei der Pro-Tour in Tschechien, Schweden und Italien. Dass sie auch dort gut mitspielen, zeigte Mauro Schärrer mit dem Erreichen des Hauptfelds bei den Ungarn Open in der U18-Kategorie –  unter anderem mit einem Sieg gegen den U15-Weltranglistendritten Mike Hollo aus Deutschland.

 

Mit Livio Schärrer (13) und Jozef Ondis jun. (16) stehen zudem weitere Talente in den Startlöchern. „Wir müssen ihnen Perspektiven bieten“, betont Pedro Pelz. Der Trainer erzählt bei einem Kaffee in einem Schaffhauser Restaurant, was ihm vorschwebt. Von den bisher gezeigten Leistungen ist er durchaus angetan: Die erste Mannschaft wahrte zuletzt ihre weisse Weste und steht ohne Niederlage an der Tabellenspitze (35:1-Punkte); das zweite Team hat die Erwartungen übertroffen und ist ebenfalls vorne mit dabei (Platz 3/25:11 Punkte). Geht die Rechnung auf, ist der TTC Neuhausen in der kommenden Saison wieder in der höchsten Liga anzutreffen. Und danach? „Ziel ist es, in zwei, drei Jahren mit einem Team in der NLA vorne mitzuspielen, mit Spielern, die hier ausgebildet wurden“, sagt Pedro Pelz.

 

Ein Szenario, das durchaus realistisch erscheint – angesichts der grossen Qualität an jungen Akteuren beim TTC Neuhausen. Doch der Sport fördert immer wieder Überraschungen zutage. Aber so oder so wird es spannend sein, den Werdegang der Protagonisten weiterzuverfolgen – ob im Club oder in der Nationalmannschaft, ob auf nationaler oder internationaler Ebene.

 

Weitere Artikel in dieser Ausgabe:

Interview mit Dima Ovtcharov und Petrissa Solja

Tischtennis-Theorie - Wie man den Aufaschlag variieren kann

Porträt: Céline Reust

Stettlen 1 - 41 Jahre in der gleichen Mannschaft

 

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