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Vorstellung TTC Schlatt

skl kummerroger190520 77099Spass haben und Informationen sammeln

Seit November 2017 gibt es in Schlatt bei Winterthur, einem Dorf mit 700 Einwohnern, einen Tischtennisclub. Präsident Roger Kummer erklärt, wie es zur Gründung kam – und warum der Verein im Herbst ein Team in der 6. Liga stellen wird.

 

Text und Bilder: Stefan Kleiser

 

«Ich habe immer viel Sport gemacht», erzählt Roger Kummer. Er hütete das Tor im Handballclub Pfadi Winterthur, «im Garten hatten wir einen Tischtennistisch», erinnert er sich an seine Zeit als Teenager. Später rannte der heute 52-Jährige dem Shuttle im Badmintonsportclub Vitudurum hinterher. Vor ein paar Jahren entdeckte er das Spiel mit dem Zelluloidball wieder. Doch die Duelle gegen den Bademeister im Schwimmbad gingen regelmässig verloren. «Geh doch mal in einen Tischtennisclub, dann schlägst du mich in einem Jahr», scherzte der Aufseher.

 

Zwei Jahre war Roger Kummer daraufhin im Tischtennisclub Winterthur lizenziert, stand in der 5. Liga der Aktiven und in der 4. Liga der Senioren an der Platte. «Ich habe kein Spiel gewonnen», sagt er und lacht. Das hat ihm nicht abgelöscht. «Nein, das motivierte mich», versichert er. «Ich bin eben anders gepolt.» Weil sich der Verein keinen Erwachsenen-Trainer leisten wollte, berappte ihn der Hörgeräteakustiker, der seit fünf Jahren sein eigenes Geschäft in Schaffhausen führt, aus der eigenen Tasche.

 

Tische im Garten gesammelt

 

Inzwischen bezahlt der Club das 14-tägige Training selbst. Roger Kummer aber ist mittlerweile woanders aktiv. In Schlatt, 30 Minuten Fahrzeit mit dem Postauto von Winterthur – im eigenen Verein. Mit seiner Frau und den zwei Kindern wohnt er grad vis-à-vis der Turnhalle. Es begann mit einem Wohltätigkeitsturnier. Mit dem Erlös wurde ein Jahr das Schulgeld von 15 Kindern in Indien bezahlt. «Die Tische haben wir mit dem Traktor abgeholt», berichtet Roger Kummer. Abgeholt bei den Nachbarn.

 

«Im Dorf hilft jeder jedem. Der Zusammenhalt ist super. Das Dorf ist wie eine Familie.» Und weil das Turnier nicht nur finanziell ein Erfolg war, sondern Spass machte, und die Turnhalle am Montag Abend ab 19.30 Uhr frei war, «haben wir dann zwei Tische gekauft», erzählt Roger Kummer. Und im November 2017, zusammen mit Christoph Amstutz, dem heutigen Kassier, einen Club gegründet. Im letzten November, am zweiten Wohltätigkeitsturnier, erstmals organisiert als Tischtennisverein, spielten am Nachmittag 30 Kinder, am Abend 65 Erwachsene mit.

 

Üben bei richtigem Trainer

 

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Im Club üben inzwischen zu Wochenbeginn jeweils sechs bis acht Spieler, so der Präsident, und der Verein zähle zehn Mitglieder. Es sind alles Erwachsene. Inzwischen hat der TTC Schlatt die Turnhalle aber auch noch mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr zur Verfügung. «Vielleicht können wir da später auch einmal ein Angebot für Kinder machen.» Der Verein hat sich zudem dem Verband angeschlossen. Denn die Schlatter wollen im Herbst die 6.-Liga-Meisterschaft bestreiten.

 

Sechs Personen möchten dabei sein. «Der eine kann etwas besser spielen, andere nicht», sagt Roger Kummer. «Aber das spielt keine Rolle. Es geht um den Plausch.» Um vorbereitet zu sein, wurde schon ein Abend mit einem professionellen Coach trainiert. Künftig soll Frank Schweizer einmal im Monat vorbeischauen. «Im Wettkampf werden die Spieler sehen, wo sie stehen. Das weckt dann vielleicht beim einen oder anderen den Ehrgeiz.» Zum Beispiel bei Sven Brütsch.

 

Ausprobieren, um es zu wissen

 

«Ich glaube schon, dass ich ein bisschen ehrgeizig bin», erklärt Sven Brütsch. Und verrät, er habe bereits jeweils an einem Lehrgang bei der früheren Bundesliga-Spielerin Olga Koop sowie bei Thomas Dick, Leiter des «Tischtennis-Instituts», teilgenommen. Zwar wohnt Sven Brütsch in Winterthur und überlegte sich, dort im Club ein Probetraining zu besuchen. «Aber in einen Dorfverein passe ich besser hinein», erklärt er. Über einen Kollegen, der in Schlatt wohnt, wurde er auf den Club aufmerksam.

 

Seit man sich entschlossen habe, die Meisterschaft zu bestreiten, arbeite man systematischer an Verbesserungen, hat Sven Brütsch beobachtet. Und das Training mit Frank Schweizer habe «schon geholfen», erklärt der kaufmännische Angestellte. Sven Brütsch kann den Ball nun Topspin spielen. Angst davor, in der 6. Liga erfolglos zu sein, habe er durchaus, gesteht er. «Aber wenn man es nicht ausprobiert, dann weiss man ja gar nicht, woran man arbeiten soll.»

 

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Verlieren ist nicht verlieren

 

Das ist dem Präsidenten aus dem Herz gesprochen. «Verlieren heisst ja nicht, dass du verlierst, sondern dass du sehr viele Informationen gewinnst», sagt Kummer. «Als ich neu in den Club kam, hiess es zuerst, dass ich den Schläger falsch halte. Ich war so blockiert, dass ich noch schlechter spielte als in der Badi. Aber das nächste Mal in der Badi ...» Kummer stockt und lacht. «Da war dieser Bademeister nicht mehr da.»

 

Mitmachen? Konakt: Roger Kummer, 076/ 434 21 34, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

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