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Michael Fässler, Photo: Michael Frass

Rollstuhlsport Schweiz: Tischtennis-Schweizermeisterschaften in Nottwil
Lohn der Arbeit
Die diesjährigen Schweizermeisterschaften (26./27. April) wurden in vorbildlicher Weise organisiert und durchgeführt durch zwei langjährige Spieler: Michael Fässler und Markus Jutzi. Da sich kein Club für die Organisation fand, sprangen sie kurzerhand mit viel Herzblut ein und mobilisierten Freunde, Freundinnen sowie Familienmitglieder. Es wurde in vier Kategorien gespielt: Para und Tetra Einzel, Doppel sowie Open.

 

Text: Urs Wüthrich, RC Züri Oberland

 

Open und Doppel
In der Kategorie Open spielten alle Spielerinnen und Spieler unabhängig ihrer Behinderungsart und Lähmungshöhe gegeneinander in einem Doppel-KO-System. Das "Doppelte KO" zeichnet sich dadurch aus, dass das Tableau in eine rechte Sieger- und eine linke Verliererseite aufgeteilt wird. Ein verlorenes Spiel bedeutet nun aber noch nicht das Aus: Durch Siege auf der linken Seite des Tableaus kann man sich wieder in die rechte Hälfte hocharbeiten und sogar der Turniersieg liegt noch drin. So verlor Rolf Acklin zwar sein Drittrundenspiel gegen Valentin Kneuss, konnte sich aber durch fünf Siege auf der linken Seite, unter anderem gegen Michael Fässler sowie Emad Mahmoud, gleichwohl noch ins Finalspiel gegen Valentin Kneuss hocharbeiten. Im Endspiel zeigte Kneuss eine hervorragende Leistung: Durch sowohl aggressives als auch präzises Spiel gewann er in drei Sätzen klar. Drittplatzierter wurde Emad Mahmoud.


Das Doppel wurde in zwei Gruppen mit je fünf Teams gespielt. Die zwei Bestplatzierten zogen in den Halbfinal ein. Das erste Halbfinalspiel gewannen die Gebrüder Kneuss gegen Acklin/Oliveira, das andere überraschend und in einem sehr engen Spiel Keller/Monemoto gegen Jutzi/Fässler. Überraschend deswegen, weil Keller/Monemoto damit immerhin den Sieger sowie den Drittplatzierten des Para Einzel bezwungen haben: Eine grosse Leistung! Im Finalspiel unterlagen sie dann aber den Favoriten Kneuss/Kneuss. Damit belegen Keller/Monemoto im Doppel den hervorragenden zweiten Platz.

 

Para Einzel
Die Qualifizierungsrunden wurden in 4 Gruppen mit je 4 bzw. in einer Gruppe mit 3 Spielern gespielt. Beachtenswert ist die Leistung von José Oliveira: Er spielte dieses Jahr konstant und mit grossem Siegeswillen. So gewann er nicht nur seine Gruppe, sondern auch das Viertelfinalspiel gegen Ange Monemoto in einem umkämpften Spiel über 5 Sätze. Er musste sich erst im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger Michael Fässler sowie im kleinen Finale um Rang 3 gegen Markus Jutzi geschlagen geben.


Michael Fässler nun ist der Mann, welcher zusammen mit Markus Jutzi den im Titel erwähnten Lohn der Arbeit ernten konnte: Er spielte über das ganze Wochenende, insbesondere aber in den Finalspielen stark und schlug Emad Mahmoud im Final schliesslich klar mit 11:6, 11:7 und 11:9. Er selbst führt diesen Erfolg darauf zurück, dass er sich auf seine Stärken habe konzentrieren können. Dahinter steckt aber eben auch viel Trainingsarbeit. Tischtennis ist ähnlich wie in der Musik etwa das Violinspiel eine Trainingssache: Ohne regelmässiges Training sind Erfolge auf hohem Niveau nicht zu erreichen. Fässler betreibt das Tischtennis seit Jahren berufsmässig und macht aus den Möglichkeiten das Beste. In diesem Jahr, da er zusammen mit Kollege Markus Jutzi als Organisator aufgetreten ist, ist ihm nun die erfolgreiche Verteidigung des Titels aus dem letzten Jahr besonders zu gönnen. Als Organisator hat er zusammen mit Jutzi sein ganzes Umfeld und die Familie inklusive Mutter, Grosseltern, Geschwister und Freundin mobilisiert, welche in beeindruckend solidarischer Manier und unzähligen Arbeitsstunden für diesen Anlass gearbeitet haben. Dies verdient sehr grossen Respekt.

 

Tetra Einzel
Der Sieg unter den vier teilnehmenden Tetraplegikern geht dieses Jahr überraschend an Gianni Verzino. Seinen langjährigen Hauptkonkurrenten, den Internationalen Silvio Keller konnte er in einem sehr umstrittenen, über fünf Sätze ausgetragenen Match erstmals in einem entscheidenden Spiel bezwingen (12:14, 11:8, 9:11, 11:7, 11:7).

 

Grosses Lob an die Organisatoren und die Teilnehmenden
Das diesjährige Turnier war von A bis Z hervorragend organisiert: Angefangen von der stimmungsvoll eingerichteten Halle mit den aufgehängten Kantonsflaggen, über das straffe Zeitmanagement bis hin zur Organisation von Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern sowie Ballkindern. Der erstmals einen Anlass des Behindertensports leitende Oberschiedsrichter Michael Frass vom Zentralschweizer Tischtennisverband lobte die Teilnehmenden in seinem Schlusswort: Noch nie habe er einen derart fairen Anlass geleitet, und auch das Ausharren fast aller Teilnehmenden bis ganz zum Schluss des Turniers habe ihn sehr beeindruckt. Der Dank aller Teilnehmenden geht zurück an ihn und die erwähnten Organisatoren, Helferinnen und Helfer. Bis zum nächsten Jahr!

 

Ranglisten


Para Einzel
1. Michael Fässer (RC beider Basel)
2. Emad Mahmoud (RC Züri Oberland)
3. Markus Jutzi (RSC Bern)


Tetra
1. Gianni Verzino (RC Züri Oberland)
2. Silvio Keller (RC beider Basel)
3. Bernhard Clot (CFR Lausanne)


Doppel
1. Valentin und Sébastien Kneuss (CTT La Chaux-de-Fonds)
2. Silvio Keller/Ange Monemoto (RC beider Basel/CFR Jura)
3. Rolf Acklin/José Oliveira (RC Züri Oberland)


Open
1. Valentin Kneuss (CTT La Chaux-de-Fonds)
2. Rolf Acklin (RC Züri Oberland)
3. Emad Mahmoud (RC Züri Oberland)

 

Sämtliche Tableaus mit Ranglisten sowie einen Link zu tollen Fotos aller Spieler in Aktion (Photograph: OSR Migi Frass) sind auf der Homepage der TK Tischtennis von Rollstuhlsport Schweiz zu finden.

 

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