Der Buchser Spieler Alex Kern. Ganz links im Hintergrund Clubpräsident Walter Ziörjen, Initiator der Intercup-Teilnahme

Der TTC Buchs SG im Intercup
„Für jeden Ball eine Lösung parat"

0:4 nach Siegen, 0:12 nach Sätzen, 58:132 Punkte. Die erste Mannschaft des TTC Buchs SG mühte sich am Tisch zwar redlich ab, doch der Intercup-Gegner Tatran KRPA Hostinné aus Tschechien dominierte die Begegnung von A bis Z und wurde seiner Favoritenrolle mehr als nur gerecht. «Der Gegner war drei bis vier Klassen besser», so die Worte von Thomas Riedel, der die tschechische Tischtenniswucht in seiner Partie am eigenen Leib zu spüren bekam. Der deutliche Ausgang der Partie wurde im Lager der Buchser gelassen zur Kenntnis genommen. Denn die Werdenberger spielen in der fünfthöchsten Schweizer Liga, Hostinné in der zweithöchsten Liga Tschechiens.

 

Text und Photos: Werdenberger & Obertoggenburger, Robert Kucera

 

Trotz Niederlage zeigte sich Riedel im Grossen und Ganzen zufrieden: «Wir haben unser Bestes gegeben und uns so teuer wie möglich verkauft.» Er und seine Teamkollegen durften die bzb-Turnhalle in Buchs erhobenen Hauptes verlassen. «Für mich war die Partie ein grosses Erlebnis», erklärt Riedel weiter. Die Überlegenheit Hostinnés analysiert er wie folgt: «Sie trainieren mehr und haben eine ganz andere Tischtennisausbildung. Ausschlaggebend war die grössere Sicherheit in den Ballwechseln. Egal wie wir spielten – unsere Gegner hatten für jeden Ball eine Lösung parat.» Was auffiel in dieser Begegnung ist neben der technischen Überlegenheit der Tschechen das druckvolle Angriffsspiel, das selbst NLA-Spieler in
Nöte bringen würde. «Man müsste fünf, sechs Angriffsbälle schlagen können», so der Buchser Spieler selbstkritisch, der anmerkt, dass man dafür weitaus mehr trainieren müsste.

 

Der Buchser Spieler Martin Sailer (rechts) bei seinem ersten internationalen EinsatzBuchs seit langem in der „Champions League der Kleinen" dabei
Seit einigen Jahren vertritt der TTC Buchs SG als nunmehr einziger Schweizer Verein den Breitensport auf internationaler Ebene. Der Club aus der Ostschweiz nimmt nämlich alljährlich am Intercup teil, der rund 20 Ländern aus ganz Europa offen steht. Dieser Wettkampf ist so etwas wie die „Champions League der Kleinen", dürfen doch Vereine unabhängig von Ihrer Spielstärke teilnehmen.

 

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