Ni Xialian (hier gegen Rahel Aschwanden)

Saisonvorschau NLA Damen
Rio-Star Muttenz greift nun auch nach dem Damentitel

In der Sommerpause hat sich einiges getan auf dem NLA-Transfermarkt – bei den Damen und Herren. Was sind die Einschätzungen für die neue Saison und wer sind die Neuankömmlinge und Favoriten? Eine (unvollständige) Übersicht soll diese Fragen beantworten. Als erstes gibt es eine Vorschau auf die höchste Liga der Damen, in den nächsten Tagen folgen dann die Herren.

 

Eine ehemalige Weltmeisterin für Muttenz
Der Transfercoup der Saison ist Rio-Star Muttenz gelungen. Der Serienmeister bei den Herren hat Ni Xialian vom deutschen Vizemeister Saarlouis-Fraulautern verpflichtet – allerdings für die Damenmannschaft. Die mehrfache Welt- und Europameisterin ist bereits über 50, wird aber immer noch als Nr. 73 der Welt geführt.

 

Dass die gebürtige Chinesin und Penholderspielerin in der NLA ein Match verlieren wird, ist kaum vorstellbar. So wollen die Basler nun auch bei den Damen angreifen. „In dieser Besetzung wollen wir auf jeden Fall ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden", sagt Trainer Karl Rebmann. „Wir möchten zukünftig auch unsere Damen verstärkt unterstützen, und nicht nur die NLA-Herren und den Nachwuchs. Es ist ein unglaublicher Ansporn, für unsere Spielerinnen, eine solche Akteurin in unseren Reihen zu wissen – vor allem für den Nachwuchs". Die Bilanz der Luxemburgerin im vergangenen Jahr in der Bundesliga (mittleres Paarkreuz) spricht für sich: 15 Siege, 1 Niederlage!

 

Das Damenteam von Neuhausen: Amanda Fauvel, Denisa Zancaner, Nurit Ehrismann; es fehlen Nikola Gallerachovà und Jaqueline Weiss, Photo: TTC NeuhausenAuch Neuhausen hat sich verstärkt

Denisa Zancaner, Teamleaderin beim Seriensieger Neuhausen, sieht die Favoritenrolle in diesem Jahr bei Muttenz. „Bereits letztes Jahr hatte Rio-Star ein gutes Team, doch mit der Ankunft von Ni Xialian ist es noch viel stärker. Doch es gibt immer noch die (kleine) Chance, diese Prognose am Tisch zu widerlegen." Neuhausen kann mit der 19-jährigen EM-Teilnehmerin Amanda Fauvel ebenfalls auf eine neue und starke Spielerin zählen. „Amanda hat ein druckvolles und sehr individuelles Spiel" lobt die Italienerin ihre neue Mannschaftskollegin. Die Verteidigerin selbst hat eine Doppelbelastung, denn sie spielt auch in der NLB der Herren. „Natürlich sind die vielen Spiele jeweils eine Herausforderung. Gleichzeitig aber auch eine Motivation, die Halle zu gehen und zu trainieren, um dann für die Spiele bereit zu sein." Denisa Zancaner musste sich in der vergangenen Saison bei den Damen nur gerade einmal geschlagen geben – und zwar Svobodova.

 

Der Aufsteiger mit einer hochkarätigen Nr. 1
Auf eine neue Spielerin kann auch Aufsteiger Rapid Luzern zählen. Die Ex-Neuhauserin Weronika Walna ist die neue Nr. 1 bei den Innerschweizerinnen. „Weronika wird nicht viele Gegnerinnen haben. Vor 2 Jahren hat sie für Neuhausen in der NLA kein einziges Spiel verloren", meint Klubpräsidentin Karin Opprecht. „Wir freuen uns über unseren „zufälligen" Neuzugang. Erst kurz vor Saisonbeginn kam eine Anfrage aus Thun, ob Weronika bei uns im Damenteam spielen könnte." Die junge Polin soll 6-10 Spiele für Luzern bestreiten und helfen, die 15-jährige Nicole Brunner an die Schweizer Spitze heranzuführen. Ergänzt wird die Mannschaft – die Opprecht trotz der starken Nr. 1 eher im Kampf um den Abstieg sieht – durch Ramona Sperr und Romana Förstel.

 

Kein klarer Abstiegskandidat
Als Ersatz für Amanda Fauvel hat Mandement die ehemalige Jugendnationalspielerin Alexandra Tchalakian verpflichtet. Trotzdem wird das junge Team wohl eher gegen den Abstieg kämpfen. Dies scheint - gemäss Aufstellung – auch für das Schicksal von Wädenswil zu sein. Allerdings haben die Zürcherinnen letzte Saison die Prognosen Lügen gestraft. Mit der Bernerin Deborah Hofer gibt es ebenfalls einen Neuzuzug.

 

Unverändert tritt lediglich Uster an. Die routinierte Elmira Antonyan und die jungen Nationalspielerinnen Liza Schempp und Céline Reust sollten aber genügend stark sein, um in der NLA bestehen zu können.

 

Prognose: Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass das Finalspiel 2014 Rio-Star Muttenz gegen Neuhausen lauten wird.

 

Die Aufstellungen


Rio-Star Muttenz: Gemeldet: Ni Xialian A20, Tatana Svobodova A20, Janine Ebner A17. Weitere (Einsatz wahrscheinlich): Rijana Zumbrunnen A17
Neuhausen: Gemeldet: Denisa Zancaner A20, Amanda Fauvel A20, Nikola Gallerachovà A20. Weitere: Nurit Ehrismann A18, Jacqueline Weiss A17.
Rapid Luzern: Gemeldet: Weronika Walna A20, Ramona Sperr A16, Romana Förstel B15. Weitere: Nicole Bruner B12
Mandement: Gemeldet: Alexandra Tchalakian A18, Salomé Simonet A16, Elodie Gonzalez B13. Weitere: Solange Masson B13
Wädenswil: Gemeldet : Sonja Wicki A18, Julia Bodmer B15, Berit Klinger B15. Weitere: Deborah Hofer B12.
Uster: Gemeldet: Elmira Antonyan A20, Céline Reust A17, Liza Schempp A17. Weitere : Anna Frey B14, Beatrice Schempp-Witte B14.

 

Der Spielplan