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Street Racket

„Vielseitiger Rückschlagsport, jederzeit, überall, mit jedermann oder auch alleine, praktisch kostenlos und ohne Infrastruktur durchführbar. Was nach einer utopischen Wunschliste aussieht, wird hier zur Realität“ – so wirbt Marcel Straub für die noch relativ neue Sportart „Street Racket“, welche seit 2015 immer populärer wird. Anfang Mai dieses Jahres wurden beispielweise im Kanton Zürich an verschiedenen Schulen permanente Felder eingerichtet. Doch was ist „Street Racket“ genau, wie ist es entstanden und was hat es mit Tischtennis zu tun?

 

DSC02192Text: Daria Lehmann, Fotos: zvg

 

Wie aus einer Hilfsmission eine neue Sportart entstand

 

Im Jahr 2015 rief Swiss Table Tennis im Namen der Familie Straub für Materialspenden auf. Für die zweimonatige Hilfsmission der Straubs war es nämlich der Plan, die Sportarten Tischtennis und Footbag auf der Karibikinsel Dominica breit einzuführen und einem Grossteil der Bevölkerung zugänglich zu machen. „Mangels Infrastruktur konnte ich aber diesen Auftrag nur bedingt wahrnehmen“, berichtet Marcel Straub. Tischtennistische seien praktisch keine vorhanden gewesen – „also kam mir die Idee, diese mithilfe von Zeichnungen mit Kreide auf der Strasse zu ersetzen“.

 

„Jeder, jederzeit, überall“

 

Was anfangs vielleicht nach einer wenig zielführenden Idee tönen mag, hat sich mit der Zeit zu einer neuen, attraktiven Sportart entwickelt: „„Street Racket“ kann immer und überall, praktisch ohne Infrastruktur gespielt werden“, erzählt Marcel Straub, der selbst 20 Jahre lang in der Squash Nationalmannschaft war und den Racketsport als einen „prägenden Faktor in seinem Leben“ bezeichnet.

 

Das Prinzip von „Street Racket“ ist entsprechend dem Konzept, die möglichen Spielhürden zu minimalisieren, sehr einfach gehalten. Mit einer Kreide wird ein Feld in der gewünschten Grösse auf eine freie Fläche gezeichnet. Das Feld besteht aus drei aneinandergereihten Quadraten – die beiden äusseren sind die Spielfelder, während das Mittlere als eine Art „Netzersatz“ dient. Gespielt wird mit zwei Schlägern und einem weichen Softball. Der Aufschlag erfolgt direkt aus der Hand oder mit einmaligem Aufspringen – danach wird der Ball immer nach einem Aufspringen über das mittlere Feld hinweg ins gegnerische gespielt. Wenn der Ball das eigene Feld, das mittlere Feld oder gar kein Feld trifft, gehört der Punkt dem Gegner. Ein Spiel ist, genauso wie beim Tischtennis, nach drei Gewinnsätzen à 11 Punkten beendet.

 IMG 1605

Ebenfalls wie im Tischtennis können auch im „Street Racket“ verschiedene Spielvarianten gespielt werden. Dazu gehören u.a. das Doppel oder der Rundlauf (siehe auch Bild mit Spielvariationen).

 

Das Spielmaterial kann über die Website von „Street Racket“ bestellt werden. Ein Ball kostet CHF 3.- und ein Schläger ca. CHF 10.-.

 

Lust auf den motorisch so wertvollen Rückschlagsport wecken

 

Obwohl die ursprüngliche Idee, Tischtennis und Footbag auf der Insel Dominica unter die Leute zu bringen, nicht umgesetzt werden konnte, hat sich mit „Street Racket“ etwas entwickelt, was durchaus auch fürs Tischtennis seine Vorteile mit sich bringen könnte. „Mit „Street Racket“ sollen bestehende leere Flächen zum Leben erweckt werden und einen Ort für Bewegung und Begegnung geschafft werden. Wir hoffen, mit der Sportart die weltweite Rückschlagsport-Community zu vergrössern und die Leute für Schlägersportarten zu faszinieren“, erzählt Marcel Straub.

 

IMG 2018

„Street Racket“ könnte also als Basis für die Entdeckung von weiteren Racketsportarten dienen – und so den Leuten unter anderem den Weg zum Tischtennis ermöglichen. Auch trainieren die Spieler mit „Street Racket“ bereits vieles, was auch im Tischtennis gebraucht werden kann: „Die Leute können über die Ballkontakte motorische Grundlagen erlernen, wie beispielsweise die Koordination, die Reaktion oder die Differenzierungsfähigkeit – das heisst, dass beispielsweise ein schneller Ball von einem langsamen unterschieden werden kann, was dann natürlich einen anderen Rückschlag erfordert.“

 

Wie weiter mit „Street Racket“?

 

Für die Zukunft von „Street Racket“ hat Marcel Straub grosse Pläne. Er will die Sportart unter anderem im den Bereichen Kinder-, Studenten-, Senioren-, Firmen oder Behindertensport verbreiten. Auch im Asyl- und Flüchtlingswesen soll der Rückschlagsport zum Einsatz kommen. Dazu sind Trainerkurse, Sportlager und diverse weitere Anlässen geplant. Marcel Straub ruft diesbezüglich alle zum Mitmachen auf: „Wir suchen unter anderem immer neue, motivierte Instruktoren für entschädigte Einführungskurse oder auch Feriensportwochen und andere Einsätze – helft mit, „Street Racket“ noch bekannter zu machen und die Freude an der Bewegung zu vermitteln!“ Interessierte können sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit Marcel Straub in Verbindung setzen.

 

Video:

 

 

 

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