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Internationale Wettkämpfe (Rachel Moret - 2. Teil)

Rachel MoretEin Wahnsinnsmonat im Katar

Sidespin wollte wissen, wie die beste Spielerin des Landes ihr Abenteuer in Doha erlebte. Obwohl sie etwas «Bedenken hatte, einen Monat lang alleine zu reisen», berichtet uns Rachel Moret von einer Erfahrung, die sie als bereichernd bezeichnet.

 

Text: Rachel Moret & Luca Anthonioz / Fotos: ETTU_official

 

Zur Erinnerung: Am 24. Februar 2021 flog Rachel Moret (WR 86) nach Katar, um drei internationale Turniere zu bestreiten. In Doha nahm sie an zwei WTT-Veranstaltungen (World Table Tennis) teil, bevor sie an einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio antrat. Nach einem ersten Artikel über ihre Resultate in der letzten Sidespin-Ausgabe (hier nachzulesen) geht es nun mit einem zweiten Teil weiter, in welchem sie von ihren Erfahrungen berichtet.

 

Kontext

Nach mehr als einem Jahr ohne internationale Wettkämpfe durfte ich an zwei Open und am Welt-Olympia-Qualifikationsturnier teilnehmen. Natürlich war die Teilnahme in Zeiten der Gesundheitskrise nicht ganz so einfach, und es gab viele Einschränkungen. Der Spass und die Freude, sich endlich wieder mit Weltklasse-Spielerinnen messen zu können, sind aber ganz klar wichtiger als die Einschränkungen.

 

Covid-Einschränkungen

Um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten, mussten wir uns sieben Tage vor unserem Flug und 72 Stunden vor unserer Ankunft in Doha testen lassen. Kurz nach unserer Landung in Doha wurden wir erneut getestet und wir mussten uns dann während 48 Stunden in Isolation begeben, wobei uns die Mahlzeiten im Zimmer serviert wurden. Wir bekamen alle klare Anweisungen: Verbot, das Hotel oder die Halle zu verlassen. In den Hotels waren wir vollkommen von den anderen Gästen abgeschnitten, die nicht zu den «WTT-Kreisen» gehörten: separater Eingang, andere Aufzüge, isoliertes Restaurant. Während eines Monats hatten wir also nur mit Tischtennisspielern und Organisationsmitgliedern Kontakt. Ausserdem mussten wir uns alle 4-5 Tage von den katarischen Behörden testen lassen. Kleine Anekdote am Rande: ein Spieler versäumte seinen Covid-Test und musste sich somit während 48 Stunden in Isolation begeben. Er musste für sein Einzelspiel Forfait geben, das er am nächsten Tag hätte bestreiten sollen. In der Halle mussten wir natürlich einen Abstand von einem Meter einhalten, und es galt Maskenpflicht. Die Veranstalter machten Fotos von uns auf der Tribüne, wenn wir die Maske ablegten, was zu möglichen Sanktionen führte.

 

Rachel Moret

 

Neues WTT-System

Nach vier Tagen in Doha, die ich mit Isolation und ersten Trainings verbrachte, konnte ich endlich dieses erste WTT-Open starten. World Table Tennis hat gerade ein neues Wettkampfsystem eingeführt. Die wesentlichen Änderungen sind die Direktausscheidung in der Qualifikation, Spiele auf 3 Gewinnsätze, Begrenzung der Spieleranzahl aus den Top-30 pro Tabelle, mehr Preisgeld und Teilnahme möglich nur nach Weltrangliste.

Es gibt noch viel mehr Änderungen, wir erhielten jedoch nur sehr wenig Informationen. Wir machen uns nach und nach mit den Änderungen vertraut und wissen noch nichts über die künftige Anzahl Wettkämpfe und die Details in Bezug auf die Teilnahme. Sicher ist jedoch bereits jetzt, dass weniger gut klassierte Spieler künftig weniger Möglichkeiten haben werden, an einem internationalen Wettkampf teilnehmen zu können. An gewissen Open können ausserdem nur die 32 besten Spieler der Welt teilnehmen, beispielsweise das China-Open im kommenden Mai.

Eines der Ziele dieser Änderungen ist die Sichtbarkeit des Tischtennis mit der Unterstützung der besten Spieler der Welt. Zum Beispiel: wenn am Tisch 1 ein Spiel beginnt, erklingt die Musik, auch wenn auf anderen Tischen gerade gespielt wird. Mehrere Spieler haben sich beschwert, und die Antwort war stets die gleiche: die Medien haben Vorrang, ganz besonders während der aktuellen Covid-Pandemie mit dem damit verbundenen Zuschauerverbot.

Die Zeitpläne der Wettkämpfe wurden ausserdem auf China abgestimmt, das am meisten Tischtennis im Live-Video mitverfolgt. Um eine bessere Live-Sichtbarkeit zu gewährleisten, wurden die Zeitpläne vom kommenden Tag erst am Vorabend bekannt gegeben. Auch werden die Zeitpläne kontinuierlich beibehalten: 3 Sessionen pro Tag (Vormittag, Nachmittag, Abend). Wie im Tennis beginnt das erste Spiel einer Session zu einem bestimmten Zeitpunkt, dann folgen die weiteren Spiele ohne Pause. Es ist somit schwierig, einen genauen Zeitpunkt vorherzusagen.

 

ITTF-Trainingslager

Nach den beiden ersten Open organisierte der ITTF ein Trainingslager, damit wir an den wenigen Tagen vor dem Welt-Olympia-Qualifikationsturnier noch trainieren konnten. Die Trainingsbedingungen waren hervorragend mit einer wundervollen Halle mit 12 Tischen. Am Vormittag gab es ein gemeinsames Aufwärmen und dann 4 bis 5 10-minütige Übungen, bevor das individuelle körperliche Training begann. Am Nachmittag machten wir nach dem gemeinsamen Aufwärmen und zwei Übungen während ungefähr einer Stunde mit unseren Coaches Balleimertraining.

Am Trainingslager nahmen viele verschiedene Nationen teil, was uns ermöglichte, jeden Tag mit anderen Sparring-Partnern zu spielen. Ich hatte so die Möglichkeit, zum ersten Mal mit indischen und sri-lankischen Spielerinnen zu trainieren.

 

Rachel Moret

 

Erfahrung ohne Coach

Für mich waren die Erfahrungen in Doha äusserst bereichernd. Auch wenn die Resultate unter den Erwartungen ausfielen, konnte ich aus diesem langen Aufenthalt in Doha positive Lehren ziehen.

Ich hatte ein wenig Bedenken, während eines Monats alleine unterwegs zu sein (Samir kam nur an den fünf letzten Tagen), ohne über viel Informationen über die Einschränkungen und den Verlauf des Wettkampfs zu verfügen. Ich reiste auch zum ersten Mal ohne Coach.

Mehrere Athleten beschlossen, während des Spiels ein Live Video mit ihrem Coach zu machen, um so aufs Ferncoaching zugreifen zu können. Ich entschied, auf diese neue Coaching-Technik zu verzichten, damit ich mich ganz auf mein Spiel konzentrieren konnte, und nicht ständig die WiFi-Qualität kontrollieren musste. Ich hatte jedoch nach und vor jedem Spiel Samir Mulabdic und Florian, meinen Trainer, am Telefon, um das Spiel vorzubereiten und ein Feedback zu machen. Beide waren äusserst präsent und für mich da, sobald ich sie brauchte.

 

Olympische Spiele in Tokio

Im Flugzeug nach Portugal bleibt mir nun noch eine Chance mich «am Tisch» zu qualifizieren. Es ist das letzte Europa-Qualifikationsturnier, an dem vier Plätze vergeben werden. Ich bin als Nummer 10 gesetzt und habe durchaus gute Chancen, mich zu qualifizieren.

Sollte mir die Qualifikation in Portugal nicht gelingen, gibt der ITTF mindestens einer Person der Weltrangliste eine zusätzliche Qualifikationsmöglichkeit. Je nachdem, wer sich in Guimarães qualifiziert, sind meine Chancen auf diese zusätzliche Qualifikationsmöglichkeit recht gross. Die Entscheidung in Bezug auf meine Qualifikation fällt am 25. April oder am 10. Juni.

 

 

Weitere Artikel in dieser Sidespin-Ausgabe:

Das Wort gehört der Abwehr (Teil 2/2)

Trainingstipp: Online-Tool ZRM

MS Sports

Very Bad Ping: Spät dran

Video des Monats: Alvaro Robles VS Vladimir Sidorenko

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