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Loïc Stoll, CTT ZZ-LancyDas Wort gehört der Abwehr!

Unter den Schweizer ElitespielerInnen sind AbwehrspielerInnen nur selten anzutreffen. Mit Cristian Tiugan, Nicolas Champod und Loïc Stoll haben wir 3 Abwehrspezialisten, die auf eine internationale Erfahrung zurückblicken können. Sie sprechen über ihre Erfahrungen und über die Entwicklung des Tischtennis sowie über die Zukunftsperspektiven der AbwehrspielerInnen. Interviews (Teil 2/2)

 

Text: Fabrice Descloux / Foto: René Zwald

 

Nach einem ersten Artikel, der im März in der Sidespin erschienen ist (lesen Sie hier), folgt hier der zweite Teil mit den Interviews von Nicolas Champod und Loïc Stoll.

 

Der Spielertrainer vom CTT Bernex, Nicolas Champod, spielte zwischen 2012 und 2017 in der Schweizer Mannschaft.

 

Man hört häufig folgende Aussage: die neuen Plastikbälle benachteiligen die Abwehrspieler. Was meinst du mit deiner internationalen Erfahrung zu dieser Aussage?

Nicolas Champod: Zuerst möchte ich festhalten, dass ich ein «besonderer» Abwehrspieler bin: ich wehre nie mit der Vorhand ab und ich greife häufig an. Als der Plastikball eingeführt wurde, war ich im Aufbau. Ich erzielte damals gute Ergebnisse und wurde von der Änderung nicht beeinträchtigt. Im Nachhinein denke ich jedoch, dass der neue Ball die Abwehrspieler benachteiligt. Der neue Ball dreht sich viel weniger als vorher, was die Abwehrspieler dazu verleitet, mehr anzugreifen als früher.

 

Was hat dich zum Abwehrspiel gebracht? War dir dein Status als Abwehrspieler hilfreich oder im Gegenteil hinderlich bei deinem Aufstieg bis zur Klassierung A20?

Nicolas Champod: In meinen beiden ersten Tischtennisjahren bin ich von D1 auf C6 aufgestiegen, und dies mit 2 normalen Belägen und einer Spielart, die auf Schupfbällen und auf hohen Bällen beruhte (Strassentischtennis). Als ich mit langen Noppen zu spielen begann, bemerkte ich, dass mein Spiel mit Schnittbällen effizienter geworden ist. Innerhalb von 6 Monaten stieg ich von C6 auf B11 auf. Das Spiel mit langen Noppen hat mir von Anfang an sehr gefallen. Ich glaube ehrlich gesagt, dass mir der Status als Abwehrspieler geholfen hat, die A20-Klassierung zu erreichen, denn damals gab es in der Schweiz noch keine grossen Abwehrspieler und diese Spielart passte bestens zu meinen technischen, psychischen, mentalen und taktischen Eigenschaften.

 

Welche Anpassungen machst du als Trainer, wenn du einen Abwehrspieler trainierst?

Ich bin der Meinung, dass ein Trainer die Spieler nicht zu seinem eigenen Ebenbild machen sollte. Bis jetzt habe ich noch keine Abwehrspieler ausgebildet, ganz einfach, weil ich keine jungen Spieler gefunden habe, welche die Voraussetzungen für das Abwehrspiel erfüllen. Ich trainiere zurzeit einen Abwehrspieler (den ich aber nicht ausgebildet habe), nämlich Loïc Stoll. Seine Teilnahme an den Trainings ist auch für die anderen Spieler vorteilhaft, die so gegen einen Abwehrspieler trainieren können. Bei den Übungen trainiert Loïc zuerst wie ein Angriffsspieler (es ist wichtig, dass der Abwehrspieler beispielsweise Blockbälle spielen kann). Für den zweiten Teil passe ich die Übungen dann seinem Spiel an. Einige Übungen vereinen Angriffs- und Abwehrspiel, beispielsweise das Training für die Übernahme der Initiative.

 

Was sind deiner Meinung nach die Haupteigenschaften des Abwehrspielers?

Ich glaube, es gibt 2 davon: er muss körperlich fit und mental vorbereitet sein, einiges auszuhalten. Man muss bereit sein, extrem viele Bälle auf den Tisch zu spielen und wenn man körperlich nicht fit ist, gelingt einem das nicht. Mental ist es ein bisschen mit einem Boxkampf vergleichbar, wo der Verteidiger Schläge kassiert und dies akzeptieren muss, mit dem Ziel, den Ball immer auf den Tisch zurückzubringen.

 

Nicolas Champod mit der Schweizer Mannschaft im Jahr 2016 

Abschliessend stellten wir unsere Fragen Loïc Stoll. Der junge Abwehrspieler mit Jahrgang 2001 spielt beim CTT ZZ-Lancy und ist im T3-Kader von STT.

 

Bei den jungen Spielern haben die Noppen häufig einen schlechten Ruf. Wie bist du damit umgegangen, und was hat dich dazu bewegt, Abwehrspieler zu werden?

Loïc Stoll: Ich wollte schon immer Abwehrspieler werden. Schon bevor ich Noppen hatte, spielte ich bereits weit weg vom Tisch in einer Abwehrhaltung. Als ich die grossen Abwehrspieler sah, beispielsweise Joo Sae Hyuk, hatte ich sofort Lust aufs Abwehrspiel.

Es stimmt, Noppen haben einen schlechten Ruf, vor allem auf tieferen Niveaus. Als ich in der 3. oder 2. Liga spielte, machten mir Erwachsene häufig Bemerkungen zu meinen Noppen («du gewinnst dank deinen Noppen», «du solltest nicht so spielen»). Auf höherem Niveau ändert sich das, auch wenn ab und zu immer noch negative Bemerkungen gemacht werden.

 

Du hast bereits viel Erfahrung mit internationalen Wettkämpfen. Was sind deiner Meinung nach die grössten Unterschiede zwischen deinen Spielen in der Schweiz und an internationalen Turnieren?

Loïc Stoll: In der Schweiz kennen sich alle. Meine Gegner haben es so einfacher, gegen meine Abwehr zu spielen, weil sie dies gewohnt sind. Auf internationaler Ebene brauchen meine Gegner häufig ein wenig Anpassungszeit. An den Open dauern die Ballwechsel in der Regel etwas länger, während in der Schweiz das Spiel gegen einen Abwehrspieler vermehrt von den ersten Bällen und vom kurzen Spiel abhängt.

 

Welche Abwehrspieler inspirieren dich und weshalb?

Loïc Stoll: Viele Abwehrspieler inspirieren mich, aber vor allem zwei: Hou Yingchao und Joo Sae Hyuk. Hou Yingchao ist ein Abwehrspieler, der die Eigenart hat, mit kurzen Noppen zu spielen, wie ich. Ich glaube, er ist zurzeit der Spieler mit der besten Abwehr. Er vermag es auch, seine Effekte stark zu variieren, und auch seine Vorhand ist sehr stark. Ich mag Joo Sae Hyuk für seine Regularität und sein Beinspiel. Er ist der mir bekannte Abwehrspieler mit den besten Resultaten.

 

Glaubst du, dass die Abwehrspieler in den kommenden Jahren auf internationaler Ebene noch eine grosse Rolle spielen werden? Wie wird sich das Abwehrspiel deiner Meinung nach in den kommenden Jahren entwickeln?

Loïc Stoll: Ja, ich glaube, dass die Abwehr weiterhin eine grosse Rolle spielen wird! Dennoch müssen die Abwehrspieler zu einem kompletteren Spiel übergehen und namentlich die Fähigkeit entwickeln, mehr Bälle mit der Vorhand abzunehmen und mit vielen Angriffen grossen Druck auf den Gegner auszuüben.

 

 

Weitere Artikel in dieser Sidespin-Ausgabe:

Rachel Moret in Doha (Teil 2/2: Erfahrung)

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